Unerwünschte Nachrichten landen täglich in vielen E-Mail-Postfächern. Manche sind lediglich lästige Werbung, andere sollen Empfängerinnen und Empfänger täuschen und ihnen persönliche Daten entlocken. Begriffe wie Spam, Phishing und Spoofing werden dabei oft gemeinsam genannt – sie bedeuten jedoch nicht dasselbe.
Spam bezeichnet massenhaft versendete, meist unerwünschte Nachrichten. Sie enthalten häufig Werbung, können aber auch gefährliche Links oder Anhänge beinhalten. Phishing ist eine Betrugsmasche: Kriminelle geben sich beispielsweise als Bank, Versanddienstleister oder Online-Plattform aus, um an Passwörter, Zahlungsdaten oder andere vertrauliche Informationen zu gelangen. Spoofing beschreibt das Verschleiern oder Fälschen einer digitalen Identität – etwa einer E-Mail-Absenderadresse. Die Methode kann dazu dienen, eine Nachricht glaubwürdig erscheinen zu lassen und Phishing zu erleichtern.
Der Absender ist nicht immer der, für den er sich ausgibt
Beim E-Mail-Spoofing können Kriminelle eine Absenderadresse so manipulieren, dass eine Nachricht scheinbar von einer bekannten Person oder einem vertrauenswürdigen Unternehmen stammt. Deshalb reicht es nicht, nur den angezeigten Namen oder die Absenderadresse zu prüfen: Auch eine bekannte Adresse kann gefälscht sein – oder ein echtes Konto wurde möglicherweise übernommen.
Besondere Vorsicht ist bei Nachrichten geboten, die zum Einloggen auffordern. Ein Link kann auf eine gefälschte Webseite führen, die beispielsweise das Aussehen einer Bank oder eines Online-Dienstes nachahmt. Prüfen Sie die tatsächliche Zieladresse, bevor Sie darauf klicken. Im Zweifel sollten Sie die Website selbst über die bekannte Adresse oder ein gespeichertes Lesezeichen öffnen und sich dort anmelden – nicht über den Link in der Nachricht.
Achten Sie außerdem auf den Inhalt und den Anlass der Nachricht: Passt die Aufforderung zu einer erwarteten Bestellung oder einem bekannten Vorgang? Wird ungewöhnlicher Zeitdruck aufgebaut oder werden sensible Daten verlangt? Bei Zweifeln empfiehlt es sich, den angeblichen Absender über einen bereits bekannten Kontaktweg zu fragen, ob die Nachricht tatsächlich von ihm stammt. Nicht nur die Absenderadresse prüfen: Erst das Gesamtbild hilft, verdächtige Nachrichten zu erkennen.